Über uns

Hintergrund
Seit Jahren verlieren Menschen in Palästina jeden Tag alles. Menschen, die lachen, träumen und leben wollen und wollten. Eltern suchen nach Brot und Wasser, Familien hoffen auf einen Morgen, ohne den Horror auf Erden jeden Tag durchleben zu müssen. Hunderttausende Menschen, mehr als die Hälfte davon Kinder (https://arena.org.au/politics-of-counting-gazas-dead/) wurden bis jetzt in Gaza getötet, unter anderem mit deutschen Waffen. (https://gewerkschaftslinke.hamburg/2025/10/01/die-waffenlieferungen-vom-hamburger-hafen-nach-israe/).
Der sogenannte Waffenstillstand seit Oktober hat, wie schon vorherige Waffenstillstandsabkommen, zu einer Verringerung des Ausmaßes, aber nicht zu einem Ende der massenhaften, wahllosen Ermordung unschuldiger Palästinenser*innen geführt. Im Westjordanland wird das palästinensische Leben in immer mehr Dörfern und Gemeinden durch Gewalt, Vertreibung und Einschränkungen zerstört. Häuser werden demoliert und geraubt, Land wird enteignet, und militärische Razzien gehören zum Alltag. Die Bewegungsfreiheit ist stark eingeschränkt, Kontrollpunkte und Straßensperren trennen Familien voneinander. Viele Menschen leben in ständiger Angst vor Übergriffen durch Siedler oder Soldaten, mindestens 900 Menschen wurden bereits im Westjordanland getötet. Nichts rechtfertigt diese Verbrechen.
Keines dieser Verbrechen wäre möglich ohne die militärische und finanzielle Unterstützung von den USA, der EU, und Großbritannien. Deutschland ist seit Jahren zweitgrößter Waffenlieferant der israelischen Terrorarmee und unterstützt damit aktiv den Völkermord, den Israel gerade an den Palästinenser*innen begeht. Das ist ein Bruch des Völkerrechts und der Genozidkonvention und macht Deutschland und die gesamte Bundesregierung zum Mittäter. Die deutsche Bundesregierung handelt damit undemokratisch und gegen den Willen der Bevölkerung, die sie vermeintlich repräsentiert.
(s. [1](https://www.spiegel.de/ausland/israel-gaza-konflikt-deutsche-bevoelkerung-kritisiert-laut-umfrage-israels-vorgehen-im-gazastreifen-a-da6630fa-8c9c-43a7-9fbf-2c0fd88a68cd), [2](https://www.zeit.de/politik/ausland/2025-07/nahost-ueberblick-bundesregierung-israel-gaza-luftbruecke)).
Damit zwingt die deutsche Regierung uns, die Menschen in Deutschland, auch Mittäter am Völkermord zu sein: denn wir kaufen hier ein, wir zahlen hier Steuern, wir machen dieses genozidale System möglich und legitimieren es. Wir weigern uns, dies weiterhin geschehen zu lassen und schließen uns den globalen Widerstand gegen das koloniale zionistische Projekt an. Wir arbeiten mit nationalen und internationalen Gruppen zusammen und leisten friedlichen zivilen Widerstand.
Ziele
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Werte
Wir verstehen uns als Teil der globalen, friedlichen Bewegung gegen kolonialen Gewalt allgemein und das genozidale zionistische Projekt spezifisch. Unser Handeln ist getragen von einem tiefen Glauben an Menschlichkeit, Empathie und die Würde jedes Menschen. Inspiriert von historischen Bewegungen und orientiert am Völkerrecht, setzen wir auf gewaltfreien zivilen Ungehorsam als demokratisches Mittel, um Machtstrukturen sichtbar zu machen und eine gerechtere Gesellschaft zu schaffen, die Solidarität über Profit und Gleichgültigkeit stellt.
Wir sind eine lernende Organisation, die diskriminierungsfreie Räume öffnen und nationale sowie internationale Vernetzung stärken will. Durch respektvolle Kommunikation, gegenseitige Unterstützung und das gemeinsame Hinterfragen eigener Privilegien soll eine Bewegung wachsen, die sowohl große politische Veränderungen als auch kleine Momente der Verbundenheit schafft. Das gemeinsame Ziel ist es, Schritt für Schritt eine Welt zu gestalten, in der Menschlichkeit und Gerechtigkeit im Zentrum stehen.
Empathie, Mitgefühl und Unterstützung
Wir verstehen uns als Teil des Widerstands in Solidarität mit Palästinenser*innen und allen Menschen weltweit, die von systematischer Gewalt, Vertreibung und Hunger bedroht sind. Unser Engagement ist Ausdruck von Solidarität: Wir kämpfen nicht für uns allein, sondern für die Menschlichkeit auf dieser Welt. Gewaltfreier Widerstand ist unser Werkzeug, um sichtbar zu machen, was unsichtbar bleiben soll, und um Veränderungen anzustoßen, die ein menschlicheres Zusammenleben möglich machen.
Vision
Unsere Vision ist eine starke und breite Bewegung, die zeigt: Menschen in Deutschland tragen den Völkermord in Palästina und die Mittäterschaft der Bundesregierung nicht mit. Wir wollen Machtstrukturen ins Wanken bringen und Handlungsräume öffnen, in denen eine andere Politik möglich wird. Unsere Vision ist eine Gesellschaft, die Empathie über Gleichgültigkeit stellt, Menschlichkeit über Machtinteressen und Solidarität über Schweigen.
Gewaltfreiheit
Unsere Handlungen sind bewusst gewaltfrei. Wir wissen, dass die Polizei mit Einschüchterung, Gewalt und Provokationen versucht, uns in die Eskalation zu treiben. Doch wir lassen uns nicht provozieren. Gewaltfreiheit macht uns glaubwürdig, öffnet Räume für breite Unterstützung und zeigt, dass wir für eine menschlichere, gerechtere Welt stehen. Jede Handlung machen wir bewusst, im Wissen, dass sie Repressionen und Konsequenzen mit sich bringen kann und im Wissen, dass sie moralisch richtig ist. Wir handeln respektvoll miteinander und begegnen allen Menschen mit Würde.
Woran wir uns orientieren
Wir orientieren uns am Völkerrecht und an Grundrechten. Wir stehen in der Tradition gewaltfreien zivilen Ungehorsams, inspiriert von Bewegungen wie Nelson Mandela in Südafrika, der serbischen Bewegung Otpor!, Leymah Gbowee in Liberia und Martin Luther King in den USA.
Gleichzeitig beziehen wir wissenschaftliche Erkenntnisse zur Wirksamkeit von historischen und aktuellen Protestbewegungen und Protestformen in unsere Strategie und Taktik ein. Wir versuchen stets das zu machen, wo wir Potential für Wirksamkeit sehen.
Kommunikation
Wir begegnen einander mit Vertrauen und Ehrlichkeit. Wir kommunizieren klar, ehrlich und respektvoll miteinander und wollen gemeinsam einen Raum schaffen, in dem wir uns zusammen wohlfühlen und gemeinschaftlich agieren.
Demokratische Werte
Gewaltfreier ziviler Widerstand ist ein demokratisches Mittel. Wir handeln, weil die Menschen in Deutschland den Genozid nicht mittragen wollen, während die Regierung weiter Waffen liefert und politische Unterstützung gewährt. Unser Widerstand macht diesen Widerspruch sichtbar und gibt den Menschen eine demokratische Ausdrucksform.
Protest Konsens
Wir sind absolut gewaltfrei in unseren Handlungen und bemühen uns auch in unserer Sprache um Gewaltfreiheit. Wir beleidigen niemanden. Das gilt sowohl untereinander als auch im Kontakt mit der Öffentlichkeit, der Polizei und allen anderen Menschen.
Wir stehen zu unseren Worten und Taten und machen grundsätzlich alle Handlungen mit Gesicht und Name. Es geht uns hierbei um eine grundlegende Haltung. Gleichzeitig sind wir uns als Gruppe dessen bewusst, dass Menschen verschieden stark von Repressionen getroffen werden und dass gewaltfreier Protest für privilegierte Menschengruppen mit weniger Risiken verbunden ist. In einer Kampagne gibt es verschiedene Rollen, die nur zusammen zu einer starken Bewegung beitragen können. Jede Person, die die grundsätzlichen Werte der Kampagne teilt, soll die Möglichkeit haben, in der Rolle mitzuwirken, in der sie sich wohlfühlt.
Wir tolerieren keine Form von diskriminierenden Äußerungen oder Verhalten und sind solidarisch miteinander. Wenn sich eine Person diskriminierend verhält, müssen nicht betroffene Personen selbst einschreiten. Wir sind alle in der Verantwortung darauf zu achten, dass keine Diskriminierung passiert.
Wir achten aufeinander. Wir nehmen Rücksicht auf unsere Bedürfnisse und schaffen gemeinsam Räume, in denen wir gemeinsam über Ängste, Sorgen und Hoffnungen sprechen können.
Keine Profit durch Völkermord!
Die Menschen in Deutschland erheben ihre Stimme und machen klar: Wir werden nicht stillschweigend zusehen, wenn sich die deutsche Regierung und deutsche Konzerne sich zum Mittäter am Völkermord in Palästina machen!
Du möchtest auch Teil des friedlichen Widerstands gegen die deutsche Mittäterschaft am Völkermord werden?
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