Über uns

Hintergrund
Seit Jahren verlieren Menschen in Palästina jeden Tag alles. Menschen, die lachen, träumen und leben wollen und wollten. Eltern suchen nach Brot und Wasser, Familien hoffen auf einen Morgen, ohne den Horror auf Erden jeden Tag durchleben zu müssen. Hunderttausende Menschen, mehr als die Hälfte davon Kinder wurden bis jetzt in Gaza getötet, unter anderem mit deutschen Waffen.
Der sogenannte Waffenstillstand seit Oktober hat, wie schon vorherige Waffenstillstandsabkommen, zu einer Verringerung des Ausmaßes, aber nicht zu einem Ende der massenhaften, wahllosen Ermordung unschuldiger Palästinenser*innen geführt. Im Westjordanland wird das palästinensische Leben in immer mehr Dörfern und Gemeinden durch Gewalt, Vertreibung und Einschränkungen zerstört. Häuser werden demoliert und geraubt, Land wird enteignet, und militärische Razzien gehören zum Alltag. Die Bewegungsfreiheit ist stark eingeschränkt, Kontrollpunkte und Straßensperren trennen Familien voneinander. Viele Menschen leben in ständiger Angst vor Übergriffen durch Siedler oder Soldaten, mindestens 900 Menschen wurden bereits im Westjordanland getötet. Nichts rechtfertigt diese Verbrechen.
Keines dieser Verbrechen wäre möglich ohne die militärische und finanzielle Unterstützung von den USA, der EU, und Großbritannien. Deutschland ist seit Jahren zweitgrößter Waffenlieferant der israelischen Terrorarmee und unterstützt damit aktiv den Völkermord, den Israel gerade an den Palästinenser*innen begeht. Das ist ein Bruch des Völkerrechts und der Genozidkonvention und macht Deutschland und die gesamte Bundesregierung zum Mittäter. Die deutsche Bundesregierung handelt damit undemokratisch und gegen den Willen der Bevölkerung, die sie vermeintlich repräsentiert.
Damit zwingt die deutsche Regierung uns, die Menschen in Deutschland, auch Mittäter am Völkermord zu sein: denn wir kaufen hier ein, wir zahlen hier Steuern, wir machen dieses genozidale System möglich und legitimieren es. Wir weigern uns, dies weiterhin geschehen zu lassen und schließen uns den globalen Widerstand gegen das koloniale zionistische Projekt an. Wir arbeiten mit nationalen und internationalen Gruppen zusammen und leisten friedlichen zivilen Widerstand.
Werte
Wir verstehen uns als Teil der globalen, friedlichen Bewegung gegen kolonialen Gewalt allgemein und das genozidale zionistische Projekt spezifisch. Unser Handeln ist getragen von einem tiefen Glauben an Menschlichkeit, Empathie und die Würde jedes Menschen. Inspiriert von historischen Bewegungen und orientiert am Völkerrecht, setzen wir auf gewaltfreien zivilen Ungehorsam als demokratisches Mittel, um Machtstrukturen sichtbar zu machen und eine gerechtere Gesellschaft zu schaffen, die Solidarität über Profit und Gleichgültigkeit stellt.
Wir sind eine lernende Organisation, die diskriminierungsfreie Räume öffnen und nationale sowie internationale Vernetzung stärken will. Durch respektvolle Kommunikation, gegenseitige Unterstützung und das gemeinsame Hinterfragen eigener Privilegien soll eine Bewegung wachsen, die sowohl große politische Veränderungen als auch kleine Momente der Verbundenheit schafft. Das gemeinsame Ziel ist es, Schritt für Schritt eine Welt zu gestalten, in der Menschlichkeit und Gerechtigkeit im Zentrum stehen.
Vision
Unsere Vision ist eine starke und breite Bewegung, die zeigt: Die Menschen in Deutschland tragen den Völkermord in Palästina und die Mittäterschaft der Bundesregierung nicht mit. Wir wollen Machtstrukturen ins Wanken bringen und Handlungsräume öffnen, in denen eine andere Politik möglich wird. Unsere Vision ist eine Gesellschaft, die Empathie über Gleichgültigkeit stellt, Menschlichkeit über Machtinteressen und Solidarität über Schweigen.
Gewaltfreiheit
Gewaltfreier ziviler Ungehorsam ist eines der wirksamsten Mittel, um gesellschaftlichen Wandel zu bewirken. Er ist die aktive Konfrontation von Unrecht. Wenn Regierungen Völkermord ermöglichen, wenn Waffenkonzerne vom Töten profitieren, wenn das Recht gebrochen wird, dann müssen wir als Menschen handeln. Dann reicht es nicht, zu hoffen, dass sich etwas ändert. Gewaltfreier ziviler Ungehorsam bedeutet, sich bewusst und friedlich in den Weg zu stellen.
Geschichte zeigt: Gewaltfreier ziviler Ungehorsam funktioniert. Immer waren es Menschen, die sich entschlossen gegen Unrecht stellten und damit gesellschaftlichen Wandel erzwangen. Nicht weil Regierungen es erlaubten, sondern weil Menschen es durchsetzten.
Wir tragen Verantwortung. Wenn in unserem Namen Waffen geliefert werden, wenn in unseren Städten Munition produziert wird, wenn mit unseren Steuergeldern Völkermord finanziert wird – dann ist Wegsehen Mittäterschaft. Gewaltfreier ziviler Ungehorsam ist unsere Antwort.
Jede Handlung machen wir bewusst, im Wissen, dass sie Repressionen und Konsequenzen mit sich bringen kann und im Wissen, dass sie moralisch richtig ist. Wir handeln respektvoll miteinander und begegnen allen Menschen mit Würde.
Woran wir uns orientieren
Wir orientieren uns am Völkerrecht und an Grundrechten. Wir stehen in der Tradition gewaltfreien zivilen Ungehorsams.
Gleichzeitig beziehen wir wissenschaftliche Erkenntnisse zur Wirksamkeit von historischen und aktuellen Protestbewegungen und Protestformen in unsere Strategie und Taktik ein.
Ziele
Als Teil der globalen Palästina-Bewegung, ist die Freiheit der palästinensischen Bevölkerung als übergeordnetes Ziel. Kurz bis mittelfristig legen wir den Fokus auf die Störung deutscher Waffenlieferungen, die den Israeli Genozid ermöglichen. Aktuell stellen wir uns aktiv gegen die neue Rheinmetall Waffenfabrik in Berlin.
Wir verfolgen diese Ziele durch aktive, gewaltfreie Störung von Waffenlieferungen, von Waffenherstellern, sowie Transportwegen. Das werden wir solange tun, bis sich die Herstellung und Lieferung von Waffen an Israel für Völkermordprofiteure wie die Bundesregierung und Profiteure nicht mehr lohnen. Wir protestieren bis die relevanten Entscheidungsträger*innen ihre Unterstützung des Völkermords in Palästina überdenken müssen. Wir bieten regelmäßig Trainings zu zivilem Ungehorsam und gewaltfreiem Widerstand an und suchen aktiv die Zusammenarbeit mit Gruppen, die unsere Ziele teilen.
Protest Konsens
Wir sind absolut gewaltfrei in unseren Handlungen und bemühen uns auch in unserer Sprache um Gewaltfreiheit. Wir beleidigen niemanden. Das gilt sowohl untereinander als auch im Kontakt mit der Öffentlichkeit, der Polizei und allen anderen Menschen.
Wir stehen zu unseren Worten und Taten und machen grundsätzlich alle Handlungen mit Gesicht und Name. Es geht uns hierbei um eine grundlegende Haltung. Gleichzeitig sind wir uns als Gruppe dessen bewusst, dass Menschen verschieden stark von Repressionen getroffen werden und dass gewaltfreier Protest für privilegierte Menschengruppen mit weniger Risiken verbunden ist. In einer Kampagne gibt es verschiedene Rollen, die nur zusammen zu einer starken Bewegung beitragen können. Jede Person, die die grundsätzlichen Werte der Kampagne teilt, soll die Möglichkeit haben, in der Rolle mitzuwirken, in der sie sich wohlfühlt.
Wir tolerieren keine Form von diskriminierenden Äußerungen oder Verhalten und sind solidarisch miteinander. Wenn sich eine Person diskriminierend verhält, müssen nicht betroffene Personen selbst einschreiten. Wir sind alle in der Verantwortung darauf zu achten, dass keine Diskriminierung passiert.
Wir achten aufeinander. Wir nehmen Rücksicht auf unsere Bedürfnisse und schaffen gemeinsam Räume, in denen wir gemeinsam über Ängste, Sorgen und Hoffnungen sprechen können.
Kein Profit mit Völkermord!
Die Menschen in Deutschland erheben ihre Stimme und machen klar: Wir werden nicht stillschweigend zusehen, wenn sich die deutsche Regierung und deutsche Konzerne sich zum Mittäter am Völkermord in Palästina machen!
Du möchtest auch Teil des friedlichen Widerstands gegen die deutsche Mittäterschaft am Völkermord werden?
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